Bericht von Jens
Nach dem Erstbesuch 2025 hatte ich große Lust, auch dieses Jahr wieder als Trainer mit nach Dronninglund zu fahren – und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Mit Marena hatte ich eine Betreuerin an der Seite, die für einen sehr großen Teil des Erfolgs der Woche verantwortlich ist– ganz herzlichen Dank nochmal dafür!
Unser Team bestand aus Ben, Jakob, Lars, Leonard, Lorenz, Moritz (2011er), Jonathan, Karl, Lukas, Matteo, Matti, Nico, Theo (2012er) sowie – falls es sein Spielplan zuließ – Jonathan (21013) aus der U13m-1.
Nach der langen Anreise und dem Akklimatisieren am Sonntag ging es für uns am Montag direkt in der ersten Spielrunde um 8:35 los – dieses Schicksal traf uns später zum Glück nicht noch einmal. Doch das frühe Aufstehen lohnte sich, das erste Spiel gewannen wir klar 12:7 gegen Eskilstuna Guif aus Schweden. Das zweite Spiel gegen Héric Handball aus Frankreich ging leider knapp 20:22 verloren und dieser montägliche Abwärtstrend sollte sich noch verstärken: gegen die späteren AFinalisten (Niederlage gegen Bonn 1) von Hjallerup 1 mit erstmals Harz am Ball und zusätzlich Regen konnte sich nur Leonard im Tor gelegentlich auszeichnen. Immerhin gab es danach Abendessen, die wie gewohnt sehr gute Verpflegung tröstete doch etwas.
Am Dienstag konnten wir ausschlafen und starteten mit einem Sieg gegen Turbine Mölkau aus Sachsen in den 2. Turniertag, danach gab es noch eine Niederlage gegen UDOL HB 2 aus Frankreich. Dies ergab in Summe den 4. Platz in unserer 6er Vorrundengruppe und wir waren im BPokal gelandet. Dieser startete am Mittwoch mit dem Duell gegen unsere 3. Mannschaft, das leider 13:17 verloren ging. Das folgende Spiel gegen Gug-Visse aus Dänemark ging zwar verloren, wurde aber für uns gewertet (wohl ein zu alter Spieler eingesetzt). Den 3. Turniertag beschloss dann ein Sieg mit 18:13 gegen Dronninglund 3. Am Donnerstag starteten wir mit einem Sieg gegen Elita 1 aus Belgien.
Im letzten Spiel gegen Recklinghausen ging es dann um den Gruppensieg (Bonn 3 hatte gegen Recklinghausen verloren) und damit das Halbfinale am Abend. So waren alle Spieler nochmal hoch motiviert und baten mich, von meinem Prinzip „etwa gleiche Spielzeiten für alle“ Abstand zu nehmen und Lars (dessen Verletzung leider eigenes Spielen nicht mehr zuließ) das Coaching zu überlassen. Ich stimmte dem Experiment (unter der Bedingung, dass auf jeden Fall alle spielen) zu – und Lars machte seine Sache sehr ordentlich. Leider konnte das die Niederlage mit 8:13 nicht verhindern, was das Turnier für uns (und die 3.) beendete.

Nach dem 3 angeschlagene Spieler uns gen Unterkunft in Hjallerup verlassen hatten, stiegen die verbliebenen 10 Spieler, Marena und ich 14 Uhr in unser geordertes Bus-Shuttle zum Strand nach Asaa. Der ist zwar sehr schön, aber auch etwas ereignisarm (von den zahlreichen Feuerquallen mal abgesehen, mit denen Matti und ich Kontakt hatten beim Wasserwandern), so dass einige Spieler und ich nicht auf die bestellte Rückfahrt warteten.
Wir gingen den etwa einen Kilometer zur Unterkunft in der Schule Asaa und fuhren von dort mit dem regelmäßigen Turnier-Shuttle zurück nach Dronninglund. Dort gab es spannende Halbfinale und den B-Pokalsieg der weiblichen Bonner U19 zu sehen, nach dem Abendessen ging es dann ein letztes Mal zurück nach Hjallerup.
Der (für uns spielfreie) Freitag bot spannenden und sehr erfolgreichen Bonner Handball. Am Samstagmorgen gegen 5:00 endete dann mit der Ankunft in Bonn eine ereignisreiche Woche, in der sich unsere relativ zusammengewürfelte Truppe sehr gut geschlagen hat – ich hoffe, alle hatten (mindestens) so viele Spaß wie ich.
