
Freitag bis Sonntag, 02. 04. Januar 2026 – mC1-Jugend
Rozier Sauerlandcup 2026
Ort: Menden – Sauerland
Vom 02. – bis zum 04. Januar 2026 war die diesjährige männliche C1-Jugend der Bonner JSG zum hochkrätig besetzten Rozier-Sauerlandcup eingeladen.
Nach nur einem Training im neuen Jahr machte sich die Mannschaft, mit den Ergänzungen Remi, Ole und Ruben aus der C2, auf den Weg ins verschneite Menden.
Dort versammelte das Trainerteam Sven Borgs und Simon Santen die Mannschaft schon am Freitagnachmittag zur Eröffnungsveranstaltung, einem Inklusionsturnier bei dem auch Akrobaten sowie andere Künstler ihr Können zeigten. Ein toller Start in den diesjährigen Rozier-Sauerlandcup 2026!

Daraufhin ging es zur Unterkunft. Einem Klassenraum. Es galt gemeinsam den Raum für die kommenden zwei Tage herzurichten und jeder Spieler erhielt für die kommenden zwei Tage eine Aufgabe, wie z.B. sich um die Wasserkiste/n und Beschriftungen der Flaschen zu kümmern, eine Versorgungskiste zu transportieren und wieder aufzufüllen oder der Transport -, die Bereitstellung – und Pflege der Trikots. Anschließend ging es zum gemeinsamen Abendessen. Nach dem Abendessen startete das Teambuilding, bei welchem ein Kartenspiel auslag und jeder Spieler sich zwei Karten mit Charakter-eigenschaften aussuchen sollte, welche zu ihm persönlich passen, ohne dass die anderen Spieler diese erstmal erfahren. Daraufhin wurden diese anonym auf das kommende Spieltags Plakat geschrieben, welches uns am kommenden Tag vor – und nach den Spielen begleiten sollte.

Dadurch, dass wir am ersten Tag schon früh morgens spielen mussten, begann die Nachtruhe um 22 Uhr. Der Wecker klingelte um 6:30 Uhr, kurz frisch machen, Tasche packen und los zum Frühstück. In der Mensa der Realschule Menden gab es ein Büffet mit allen wichtigen Lebensmitteln zur Stärkung für die ersten Spiele. Aufgrund der Witterung kamen die Eltern schon um 7:40 Uhr zum Transport zum Spielort nach Bösperde, wo die HTS/BW96 Handball (Hamburg), der HC Erlangen (Bayern), der ATSV Habenhausen (Bremen) und die Füchse Berlin auf uns warteten. Die Ziele waren es, in der Abwehr an der Positionierung -, Lenkung des Gegenspielers -, sowie aktiven (ballorientierten) Zweikampfführung zu arbeiten; im Angriff die Räume ohne Ball anzulaufen – und Weiterspielmöglichkeiten in Breite und Tiefe zu kreieren.

Im ersten Spiel wartete mit HTS/BW96 Handball eine Hamburger Mannschaft auf uns, welche über eine gute Physis und zwei gute Linkshänder verfügte und in der laufenden Saison eine sehr gute Rolle in der Regionalliga Schleswig Holsteins (+Hamburg) spielten. Wir kamen durch eine hohe Zweikampfbereitschaft und dem Mut in richtigen Momenten in der Abwehr in Helfersituationen zu gehen, gut ins Spiel, gewannen einige Bälle und nutzten vorne die Tiefe der Nahtstellen, sodass wir aus 1gg1 Situationen mit Paul, Michel und Benni viele Tore erzielten. Dieses Spiel ging 17:12 für uns aus und gab den Spielern eine Menge Selbstvertrauen.





Dieses war wichtig für das zweite Spiel gegen den sehr ambitionierten Nachwuchs des Bundesligavereins des HC Erlangen. Vorab war also klar, dass wir wieder eine hohe Zweikampfbereitschaft zeigen mussten, sowie eine bessere Weiterspielqualität im Angriff, da Erlangens Abwehr eine sehr schnelle und konsequente Helferketten hatte. Funfact: Erlangen sollte bis zum Endspiel das einzige Team sein, das den späteren Finalisten Bayer Dormagen schlagen konnte!
Dieses Spiel startete zäher und mit einigen technischen Fehlern auf unserer Seite, sodass wir zwischenzeitlich mit 6 Toren in Rückstand lagen. Mit der Einwechslung von neuen Spielern auf zum Teil ungewohnten Positionen, wie z.B. Paul (auf Außen), Ruben (am Kreis), oder der Impulse in der Spielsteuerung durch Ole und gute Paraden von Remi, kamen wir so durch großen Kampf wieder auf ein Tor heran. Am Ende entschieden dieses Spiel jedoch Kleinigkeiten, wie z.B. individuelle technische Fehler, sodass wir uns knapp mit 13-16 geschlagen geben mussten.





Genervt von der Niederlage zeigten die Spieler der Bonner JSG gegen den ATSV Habenhausen (Bremen) dann ein sehr mutiges und entschlossenes Auftreten, bei welchem in der Abwehr schnell einige Bälle gewonnen wurden und das Tempospiel wieder besser funktionierte. Hier gelang es besonders die Rechtsaußen Position frei zu spielen, sodass Tudor viele Tore warf. In diesem Spiel zeigte sich auch der Charakter der Mannschaft, indem die Aufgaben auf alle Spieler im Spiel verteilt waren und in der Cruchtime dann Benni und Michel das Spiel an sich zogen. Am Ende hieß es 17-16 für die Bonner JSG.
Ein toller Erfolg!




Nun kam das Bonusspiel für die Spieler, gegen einer der besten– und erfolgreichsten Akademien der letzten 15 Jahre, gegen die Füchse Berlin. Hier wurden die Spielanteile auf alle Spieler verteilt. Gegen eine sehr offensiv verteidigende Berliner Mannschaft, mit ausgezeichneten individuellen technischen Fähigkeiten, erwiesen wir uns als mutig und selbstbewusst, trotz einiger Fehler und zum Teil selteneren Spielerklmbinationen auf dem Feld. Hier merkten die Spieler, wie „einfach“ Handball laufen kann, wenn man in der Abwehr gut antizipiert – und vorne ohne Ball läuft. Dies griffen einige unserer Spieler immer mehr auf und adaptierten im Angriff die Stärken der Berliner, sodass wir in der zweiten Hälfte des Spiels einige feine Durchbrüche erzielten. Am Ende hieß es dennoch 10-25 für die Füchse Berlin.


Nach dem Spiel erfolgte eine kurze Rücksprache über die offensiv positiven Aspekte, aber auch die Besprechung des zu passiven Rückzugsverhaltens bei Ballverlusten.
Nach den intensiven vier Spielen entschieden sic die Spieler in der Halle zu bleiben und die andere Gruppe sich am Nachmittag anzusehen.
Gegen 16 Uhr waren wir zurück in der Schule. Bis 18 Uhr hatten die Spieler Freizeit und die Zeit ihre Dienste zu erledigen. Nach dem Abendessen gegen 19 Uhr veranstaltete das Trainerteam einen Teambuilding Abend, bei dem es darum gehen sollte, herauszufinden wie gut man sich kennt, wie resilient man persönlich in Stressmomenten ist und welche Rolle man bei einer komplexen Gruppenaufgabe übernimmt. So spielte man Spiele, wie z.B. 2 Lügen und eine Wahrheit, Ball- (Ei-) werfen im Kreis und als Abschluss der Boden ist Lava mit 3 Colakästen. Nach der Auflockerung der ersten zwei Spiele erwies sich das dritte Spiel als überaus herausfordernd, da sich jeder einbringen musst, also jeder aktiv beteiligt war – und Kompromisse geschlossen werden mussten, sodass es zu kleinen Streitigkeiten und Anspannungen kam. Dies wurde mit Hilfe einer Teamspinne reflektiert und erneut nach dem ersten gescheiterten Versuch erfolgreich absolviert. Sichtlich erleichtert erfolgte der Abschluss mit dem Vorstellen der am Vortag ausgewählten Charaktereigenschaften. Diese Offenheit ermöglichte es seine Mannschaftskameraden besser kennen zu lernen und ganz neue Aspekte durch den gesamten Tag und die Reflektion zu erfahren. Danach waren alle sehr müde und gingen gegen 22:30 Uhr schlafen.
Der Wecker klingelte um 7:10 Uhr am letzten Tag. Durch den guten ersten Tag hatte man sich eine ansprechende Ausgangslage für die Zwischenrunde gegen die Akademieteams aus Jena und Dormagen geschaffen. Zunächst ging es aber erstmal ans Aufräumen des Klassenraums. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es zum Spielort nach Halingen. Vor dem Spiel gegen die HBV Jena 90 betrachtete das Trainerteam gemeinsam mit den Spielen die eigenen Stärken, besprach mit Hilfe von ein paar Videosequenzen Potentiale in der Abwehr – und im Angriff, an welchen man arbeiten wollte. Im Spiel gegen Jena traf man dann auf eine physisch überlegene Mannschaft, welcher man durch die gesetzten Ziele in der Abwehr stark Paroli bot und sich nur selten überlaufen ließ. Im Angriff gab es sehr abwechslungsreiche Torarten zu bestaunen. So trauten sich die Spieler zu Sprungwürfen aus der Distanz – oder Schlag – und Hüftwürfen eng am Abwehrspieler. Jedoch kam es beim Weiterspielen zu einigen Ballverlusten, sodass man sich am Ende seher knapp mit 14:16 geschlagen geben musste.
Mit dem Wissen, dass man aus dem Turnier nun ausgeschieden war, wartete auf uns im letzten Spiel der Regionalligaspitzenreiter des HV Nordrhein – Bayer Dormagen. Alle Bonner waren aber sehr motiviert, da die Spieler sich schon aus zahlreichen Duellen und der Auswahl etc. kannten. Es sollte ein ein sehr intensives Spiel werden, bei welchem besonders die Torhüter und die 1gg1 starken Spieler brillierten. Besonders Samuel konnte sich durch einige außergewöhnliche Paraden gegen freie Bälle der Dormagener auszeichnen und hielt zusammen mit der Achse Benjamin-Ruben im Angriff gegen eine starke Dormagener Mannschaft (am Ende des Turniers im Endspiel – und dort erst im dramatischen Siebenmeter-Werfen vom bis dahin überragenden SC Magdeburg geschlagen) bis zur 20. Minute auf Augenhöhe dagegen. Am Ende war das Glück etwas gegen uns und nach zwei Strafzeiten musste man sich auch hier knapp mit 13-16 geschlagen geben.
Abschließend ist das Wochenende sehr positiv zu bewerten, bei welchem man sich auf einem sehr hohen Niveau gegen gut ausgebildete Gegner auf Augenhöhe zeigte. Die Siege und die allesamt knappen Niederlagen gegen Erlangen, Jena und Dormagen – sowie die zweite Hälfte gegen die Füchse Berlin zeigten wie nahe man an den Spitzenteams schon dran ist. Jeder Spieler konnte individuelle Akzente setzen, ob in der Abwehr, im Angriff oder bei der Übernahme wichtiger Aufgaben, auf– und abseits des Spielfeldes. Es war rundum ein guter Jahresauftakt!
Bedanken möchten wir uns nochmals bei den Eltern für den zahlreichen Support und die Organisation rund um das gesamte Event.































