Bonner JSG mB1 mit verdientem Regionalliga Auftaktsieg gegen die B1 aus der Kaiserstadt…

Samstag, 12. September 2026 – Nordrhein–RegionalligamB-Jugend

Bonner JSG mB1 vs. BTB Aachen B1

Ergebnis: 27:28 (14:10)

Ort: Bonn (Pennenfeld)

BONN-BAD GODESBERG:

Eine würdige Kulisse rund um den liebevoll gestalteten Saisonauftakt für die Bonner JSG und den ausrichtenden Stammverein Godesberger TV. In der altehrwürdigen Halle im Pennenfeld war den ganzen Tag Betrieb – Minispielfest, Kinder- und Jugendspiele, Bubble-Soccer, Grillstation und Catering – bis es am Nachmittag mit der weiblichen A-Jugend das erste Regionalligaspiel und am Abend den Saisonauftakt der männlichen B1 in der Regionalliga Nordrhein geben sollte. Die Halle war auch um 19 Uhr noch sehr gut gefüllt…

Bonner JSG U17 behält im Auftaktkrimi die Nerven…

Ein Auftakt, der gleich einiges über den Charakter einer Mannschaft verriet: Die männliche U17 der Bonner JSG gewann am Samstag, den 12. September 2026, ihr erstes Saisonspiel in Pennenfeld gegen BTB Aachen mit 27:26 (14:10). Was zunächst nach einem kontrollierten Bonner Nachmittag aussah, entwickelte sich in der Schlussphase zu einem echten Handballkrimi.

Vor allem in der ersten Halbzeit überzeugte die JSG mit einer klaren Spielidee. Gegen die offensive 3-2-1-Abwehr der Aachener erkannte Bonn die Räume und fand über Lauf- und Hinterlaufbewegungen, Eins-gegen-Eins-Aktionen und die neu erarbeiteten Auslösehandlungen immer wieder Lösungen. Die Spieler begannen zunehmend, nicht nur Spielzüge auszuführen, sondern die Signale der gegnerischen Abwehr zu lesen und ihre Entscheidungen daran anzupassen. Der verdiente Lohn: eine 14:10-Pausenführung.

Mit der Umstellung Aachens auf eine kompaktere 6-0-Deckung wurde die Aufgabe anspruchsvoller. Bonn lief die Räume nicht immer konsequent genug an, zeitweise ging dadurch die Struktur im Angriff verloren. BTB nutzte diese Phasen und arbeitete sich Tor um Tor zurück.

Auch defensiv blieb Arbeit. Besonders die zweikampfstarken Aachener Spieler auf den Halbpositionen sowie das Spiel mit zwei Kreisläufern stellten die Bonner vor Probleme. Gleichzeitig war aber ein deutlicher Entwicklungsschritt gegenüber den vergangenen Wochen zu erkennen: Die Helfersituationen funktionierten wesentlich besser. Bonn rückte häufiger füreinander ein, unterstützte den Nebenmann und blieb auch in körperlich schwierigen Situationen konsequent. Noch war nicht jede Absprache perfekt – aber aus einzelnen Verteidigern wurde immer häufiger eine gemeinsam arbeitende Abwehr.

Ein wichtiger Rückhalt war dabei Torhüter Nick Kaminski. Er parierte einen Siebenmeter und blieb gerade bei freien Würfen bemerkenswert ruhig. Auf der Gegenseite verhinderte allerdings auch der starke Aachener Torhüter mit mehreren Paraden, dass Bonn frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen konnte.

Und so kam, was kommen musste: Aus einem kontrollierten Spiel wurde ein Nerventest. Aachen glich zum 25:25 und schließlich zum 26:26 aus. Doch Bonn fiel nicht auseinander. Die Mannschaft arbeitete weiter, verteidigte weiter – und glaubte weiter an ihre Chance.

Bei 49:23 erzielte Benjamin Runkel schließlich das erlösende 27:26. Es war der letzte Treffer des Spiels.

Dieser Sieg war vielleicht gerade wegen seiner Unvollkommenheit wertvoll. Bonn zeigte bereits eine klare offensive Idee, verbesserte Helfersituationen in der Defensive und vor allem die Bereitschaft, auch dann weiterzuarbeiten, wenn ein Spiel seinen ursprünglichen Plan verlässt.

Am Ende gewann nicht die Mannschaft, bei der schon alles funktionierte. Es gewann eine Mannschaft, die gemeinsam Lösungen suchte, als längst nicht mehr alles funktionierte. Und für einen ersten Spieltag ist das ein ziemlich gutes Zeichen.

Für die mB1 der Bonner JSG spielten:

Nick Kaminski und Remi Stahnke im Tor; David Runkel, Ruben Barros, Felix Gasenzer, Emilias Otto, Leon Lücke (1), Tom Trinks (1), Jonas Flüshöh (1), Bastian Scholl (4), Anton Dick (4), Benjamin Runkel (4), Emil Seufert (6), Tom Groneck (6),

Kurs gesetzt, Bonner Feuer entfacht: die mB1 der Bonner JSG ist bereit für die Saison…

August/September 2026 – Vorbereitung Nordrhein–Regionalliga mB-Jugend

Bonner JSG mB1

Ort(e): Vinnhorst, Solingen, Bonn

Dreieinhalb Wochen, bis zu acht Trainingseinheiten pro Woche, Beethoven, Minigolf, Drei-Gänge-Menüs und hochklassiger Handball gegen Bundesliga-Nachwuchs:

Die Vorbereitung der männlichen B1 hatte einiges zu bieten. Vor allem aber folgte sie einem klaren Plan. Schritt für Schritt sollte aus vielen individuellen Qualitäten eine Mannschaft mit eigener Identität entstehen. Am Samstag um 18 Uhr wird es im Pennenfeld gegen BTB Aachen erstmals ernst.

„Kein Wind ist demjenigen günstig, der nicht weiß, wohin er segeln will.“

Dieses Motto begleitete die männliche B1 durch eine Vorbereitung, in der es um deutlich mehr ging als Kondition, Kraft und Spielsysteme. Die Mannschaft sollte wissen, wie sie Handball spielen möchte – aber ebenso, wer sie als Team sein will.

Der Start war zunächst sehr anstrengend: arbeiten. Handball- und Krafttraining wurden kombiniert, in Spitzenzeiten standen bis zu acht Einheiten innerhalb einer Woche auf dem Programm. Neben der körperlichen Grundlage wurden neue handballerische Prinzipien, Regeln und Abläufe etabliert. Entscheidungen unter Belastung, variable Angriffslösungen und das gemeinsame Verteidigen rückten zunehmend in den Fokus.

Auf diese sportliche Basis folgte der nächste Baustein: aus einzelnen Spielern sollte eine Einheit werden.

Vom Minigolf zu Beethoven

Beim gemeinsamen Minigolf mit Puzzle-Aufgaben und anschließendem Picknick begann der bewusste Teambuilding-Prozess. Jeder brachte etwas mit, jeder musste seinen Beitrag leisten – ein einfaches Prinzip, das ziemlich gut zu einer Mannschaftssportart passt.

Wenig später wurde es ungewöhnlicher.

Die B1 traf sich morgens in der Bonner Innenstadt. Zunächst galt es, die Stadtpatrone Bonns ausfindig zu machen, anschließend führte der Weg ins Beethoven-Haus. Dort beschäftigten sich die Spieler mit Ludwig van Beethoven, seiner Verbindung zu Bonn und den ästhetischen Kategorien seiner Musik.

Die entscheidende Frage lautete allerdings: Was hat Beethoven mit unserem Handball zu tun?

In Kleingruppen sollten die Jugendlichen Beethovens Charakter, seine Musik und seine Verbindung zur Stadt auf den eigenen Spielstil übertragen. Die Ergebnisse wurden kreativ präsentiert – Schauspiel, Pantomime oder Musik ausdrücklich erlaubt.

Danach suchten die Gruppen ein Bonner Gebäude, das aus ihrer Sicht sinnbildlich für die Mannschaft steht. Und schließlich begann eine kleine Tauschaktion: Aus drei unscheinbaren Gegenständen sollte durch geschicktes Tauschen etwas entstehen, das das Team durch die Saison in der Kabine begleiten kann.

Es wurde diskutiert, improvisiert und vor allem viel gelacht. Gleichzeitig zeigte sich, wie selbstverständlich sich die Jugendlichen auf Aufgaben einließen, die mit einem Handball zunächst einmal wenig zu tun hatten – und am Ende eben doch sehr viel.

Zum Abschluss hielt jeder Spieler auf einer Gedankenwolke fest, wo er sich selbst und die Mannschaft in einem Jahr sehen möchte. Die Antworten verschwanden in einem Briefumschlag. Verschlossen. Weggelegt. Wiedervorlage in einem Jahr.

Der Kurs war damit zumindest auf dem Papier gesetzt.

Hannover: Jetzt musste es auf dem Feld funktionieren

Die erste größere sportliche Bewährungsprobe folgte beim Young Vikings Cup in Hannover-Vinnhorst. Mit dem Zug angereist, bezog die Mannschaft eine Ferienwohnung für 18 Personen – inklusive Küche, Kicker und Billardtisch.

Auch hier endete die Mannschaftsentwicklung nicht an der Hallentür. Ein Schwerpunkt des Wochenendes war Sporternährung. Die Spieler wurden in Teams eingeteilt, bekamen Einkaufslisten und mussten anschließend gemeinsam Drei-Gänge-Menüs auf den Tisch bringen.

Die Botschaft: Sportgerechte Ernährung kann einfach sein und Spaß machen. Und ganz nebenbei benötigt auch eine Küche Kommunikation, Aufgabenverteilung und Teamwork. Besonders die Desserts dürften dabei ihren ganz eigenen Beitrag zur Mannschaftsmoral geleistet haben.

Sportlich wartete zum Auftakt mit der HSG Schaumburg direkt ein Bundesliga-Qualifikant. Nach anfänglichen Schwierigkeiten stellte sich die B1 immer besser auf die körperliche Intensität ein und fand zunehmend gute Lösungen in ihren Kombinationen.

Gegen die SG Hamburg-Nord wurden die eigenen Systeme bereits sicherer – bis die Verletzung von Basti eine spontane Veränderung verlangte. Die Mannschaft stellte ihr Angriffsspiel um und agierte fortan mit zwei Kreisläufern. Ein System, mit dem kaum Erfahrung vorhanden war.

Es funktionierte trotzdem.

Die Spieler passten sich an, übernahmen neue Rollen und entschieden die Partie für sich. Genau jene Flexibilität, die zuvor trainiert worden war, musste plötzlich unter Wettkampfbedingungen abgerufen werden.

Zum Abschluss des ersten Tages gelang gegen Gastgeber TuS Vinnhorst ein deutlicher Erfolg, bei dem alle Spieler wichtige Einsatzzeiten sammeln konnten.

Danach: zurück in die Unterkunft, nächstes Drei-Gänge-Menü. Man könnte sagen, die B1 arbeitete an diesem Wochenende sowohl an ihrer taktischen als auch an ihrer kulinarischen Variabilität.

Enger Kader, müde Beine – und neue Erfahrungen

Am zweiten Turniertag fehlten mit Basti und Felix zwei Spieler verletzungsbedingt. Die Beine wurden schwerer, der Kader kleiner – die Aufgaben nicht.

Gegen den Walddörfer SV hielt die Mannschaft am Spiel mit zwei Kreisläufern fest und fand erneut gute Lösungen. Nach einem Unentschieden ging es ins Siebenmeterwerfen. Der Nervenkitzel war inklusive, das bessere Ende allerdings nicht: Die Entscheidung ging verloren.

Anschließend gelang erneut ein deutlicher Erfolg gegen Vinnhorst, ehe im letzten Spiel gegen Hamburg-Nord die Reserven nach zwei intensiven Tagen nicht mehr ganz ausreichten.

Trotzdem überwogen die positiven Erkenntnisse deutlich. Die Mannschaft hatte auf Verletzungen reagiert, taktisch improvisiert, Drucksituationen erlebt und trotz zunehmender Müdigkeit Lösungen gefunden.

Die Rückreise rundete das Abenteuer standesgemäß ab. Einige Beteiligte schafften es tatsächlich erst gegen vier Uhr morgens nach Hause. Auch das gehört offenbar zur Saisonvorbereitung.

Analysieren statt abhaken

Hannover wurde anschließend nicht einfach zu den Akten gelegt. Gemeinsam wurden Spielszenen analysiert, gute Lösungen herausgearbeitet und Fehler besprochen. Aus den Erkenntnissen entstanden neue Details für die Trainingsarbeit.

Denn bereits eine Woche später wartete die nächste Stufe: der hochklassig besetzte Stadtwerke-Cup 2026 in Solingen beim Bergischen HC.

Teilnehmende Teams waren neben der B1 der Bonner JSG, die Teams des BHC, der MT Melsungen und der HSV Handball Lemgo.

Und genau dort wurde sichtbar, was sich innerhalb weniger Wochen verändert hatte.

Die B1 präsentierte sich gegen alle drei Bundesliga-Nachwuchsteams auf Augenhöhe und zeigte vor allem defensiv einen deutlichen Schritt nach vorne. Die Helferketten griffen besser, die Abwehr arbeitete verzahnter und die Körpersprache vermittelte zunehmend das, woran seit Beginn der Vorbereitung gearbeitet worden war: Hier verteidigen nicht sechs Einzelne – hier verteidigt eine Mannschaft.

Auch offensiv zahlte sich die Arbeit aus. Unterschiedliche Spielsysteme konnten flexibel eingesetzt und an den Gegner angepasst werden. Neue Spieler fügten sich hervorragend ein und zeigten zugleich, wie wertvoll die entstandene Breite des Kaders sein kann.

Gegen den Bergischen HC gelang ein Sieg. Gegen den HSV Handball Lemgo und die MT Melsungen standen am Ende lediglich knappe Niederlagen.

Wichtiger als die Ergebnisse war jedoch die Entwicklung dahinter.

Von Turnier zu Turnier ein Stück weiter.

Genau darin liegt das Fazit dieser Vorbereitung.

Am Anfang standen hohe Trainingsumfänge und neue handballerische Prinzipien. Danach folgten gemeinsame Erlebnisse, ungewöhnliche Aufgaben und die bewusste Auseinandersetzung mit der eigenen Identität. In Hannover musste die Mannschaft erstmals unter erschwerten Bedingungen improvisieren. Die Erfahrungen wurden anschließend analysiert – und schon eine Woche später waren gegen drei Bundesliga-Nachwuchsteams sichtbare Fortschritte zu erkennen.

Vom Training zum Teambuilding, vom Teambuilding zum Wettkampf und vom Wettkampf zurück in die gemeinsame Analyse.

So entstand in dreieinhalb Wochen nicht nur eine körperliche und taktische Grundlage. Es entwickelt sich zunehmend eine Mannschaft, die versteht, warum sie etwas tut, die verschiedene Spielsysteme adaptieren kann und die gelernt hat, Herausforderungen anzunehmen und gemeinsam zu lösen.

Beethoven hätte vermutlich keinen guten Kreisläufer abgegeben. Ein Gedanke aus seiner Heimatstadt passt zu dieser B1 aber hervorragend: „Eine eigene Handschrift entsteht nicht dadurch, dass jeder dasselbe kann – sondern dadurch, dass unterschiedliche Fähigkeiten zu einem gemeinsamen Werk werden“.

Jetzt muss sich zeigen, wie dieses Werk unter Wettkampfbedingungen klingt.

Die Vorbereitung ist beendet. Der Kurs ist gesetzt. Und der verschlossene Briefumschlag mit den Zielen für das kommende Jahr wartet bereits.

Am kommenden Samstag um 18 Uhr beginnt im Pennenfeld gegen BTB Aachen die neue Saison. Zeit, das Bonner Feuer brennen zu lassen.

Kaderliste B1 der Bonner JSG:

Oscar Wiemken (Tor), Nick Kaminski (Tor); Anton Dick, Bastian Scholl, Benjamin Runkel, Emil Seufert, Emilias Otto, Felix Gasenzer, Felix Kenfenheuer, Jonah Schweikardt, Jonas Flüshöh, Leon Lücke, Michel Müller, Timo Greitens, Tom Groneck, Tom Trinks, sowie Paul Fuchs, Tudor Gruia, Ruben Barros,

Bonner JSG mB1-Jugend mitten in der Vorbereitung auf die kommende Regionalligasaison – Unentschieden im ersten Testspiel gegen starke B1 aus Hagen…

Dienstag, 25. August 2026 – Vorbereitung Nordrhein–Regionalliga mB-Jugend

Bonner JSG mB1 vs. Eintracht Hagen B1

Ergebnis: 35:35 (12:11); (19:23);

Ort: Bonn

Die neu formierte männliche B1 zeigte im ersten Testspiel der Saisonvorbereitung gegen Eintracht Hagen eine vielversprechende Leistung.

Trotz kleinem Kader und einiger Ausfälle fand das Team von Sven Borgs und Simon Horn nach schwierigem Start immer besser ins Spiel.

Neue taktische Varianten sorgten zwischenzeitlich für Probleme und einen Vier-Tore-Rückstand vor dem letzten Drittel. Mit großer Moral, einer offensiven 3:3-Abwehr und zahlreichen Ballgewinnen kämpfte sich die Mannschaft jedoch eindrucksvoll zurück. Am Ende stand ein verdientes 35:35 auf der Anzeigetafel in der altehrwürdigen Ringarena.

Wir danken den Verantwortlichen und Spielern und natürlich den Eltern aus Hagen für das sehr gute Testspiel und wünschen alles Gute für die kommende Saison in Westfalen.

Fazit: Auch wenn noch einiges zu tun bleibt, das 35:35 unterstreicht, dass die neuen Spielideen greifen – und vor allem stimmt bereits jetzt die Widerstandsfähigkeit des Teams.

Für die B1 der Bonner JSG spielten:

Nick Kaminski (Tor); Emil Seufert, Tudor Gruia, Tom Trinks, Felix Gasenzer, Jonas Flüshöh (1), Leon Lücke (2), Timo Greitens (3), Jonah Schweikardt (4), Tom Groneck (6), Bastian Scholl (6) und Benjamin Runkel (13)

Schon am Freitag bricht die Mannschaft geschlossen nach Hannover-Vinnhorst auf, um dort bis Sonntag am Young Vikings Cup 2026 teilzunehmen.